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Sonntag, 22. Juli 2012

Orecchiette - Ohrennudeln


Diese Nudelform ist vor allem für jene geeignet, die keine Nudelmaschine haben da für Orecchiette der Teig nicht dünn ausgerollt werden muss.

Orecchiette natur und mit Tomaten-Teig

Tortellini

Schauen kompliziert aus, sind es aber nicht: Tortellini

Tortellini

Ravioli

Wenn man Nudeln selber macht, sind Ravioli die einfachste Variante der gefüllten Nudeln.


Ravioli


Nudeln selbst gemacht

Letzte Woche habe ich mit meiner Nichte Sabrina Nudeln gemacht. Es war wirklich lustig und bei weitem nicht so aufwändig wie man im ersten Moment denkt. Wer schon einmal selber Germteig oder Mürbteig gemacht hat, wird auch beim Nudelteig keine Probleme haben. Wer nicht über den Luxus einer Nudelmaschine verfügt, muss sich halt mit dem guten alten Nudelwalker (drum heißt er ja auch so) zufrieden geben.

Apropos Nudelmaschine: Ich war bis letzte Woche kein Nudelmaschinenbesitzer, hab mir aber gedacht, das wird schon gehen. Und wirklich: der erste Teig war recht flott ausgerollt. Der Teig ist schön elastisch und klebt nicht ungut auf der Arbeitsplatte. Hauchdünn wird er zwar nicht, das hat am Ende aber nicht gestört. Wie ich also gerade am Nudelwalken bin, ruft Anni, meine Schwiegermama in spe, an: Sie sitzt gerade mit Tante Grete beim Kaffee und erzählt, dass ich mit Sabrina gerade am Nudeln machen bin. Da fällt Tante Grete ein, dass sie ja noch eine nigelnagelneue Nudelmaschine am Dachboden stehen hat. Und weil die Tante so nett ist, schenkt sie mir auch gleich die Nudelmaschine. Tja, und so bin ich zum Nudelmaschinenbesitzer geworden, jetzt ist das Nudeln machen wirklich easy-cheesy!
Beim Reden kommen die Leut zam - das hat sich mal wieder bewahrheitet. Danke an Anni und Tante Grete!

Nun aber zurück zu den Nudeln selbst. Wir haben verschiedene Teige gemacht: klassisch, mit getrocknetem Thymian und mit blauer Lebensmittelfarbe gefärbt. Ein anderes Mal habe ich den Teig mit Tomatenmark rot gefärbt.
Daraus wurden dann Ravioli, Tortellini, Tagliatelle (Bandnudeln) und Farfalle (Schmetterlings- bzw. Mascherlnudeln). Ein paar Tage später habe ich nochmal Nudeln gemacht und Orecchiette (Nudeln die aussehen wie kleine Ohren) geformt. Die sind auch für Nicht-Nudelmaschinenbesitzer zu empfehlen, weil der Teig dafür nicht dünn ausgerollt werden muss.


hinten: weiße und blaue Tagliatelle
Mitte: Ravioli - natur und mit Thymian im Teig
vorne: Farfalle - natur und mit Thymian im Teig



Montag, 7. Mai 2012

Focaccia

Bei meiner Suche nach italienischen Rezepten für mein Mediterranes Menü wurde ich auf www.deliciousdays.com fündig. Der Blog wird von einer Münchnerin auf Englisch geführt und hat so manch nettes Rezept in den Archiven.
Den Post für das Focaccia-Rezept nannte die Bloggerin "Arrested and kept forever...", weil sie so begeistert von dem Rezept ist. Nachdem ich es einmal ausprobiert habe muss ich sagen: ich bin auch begeistert. Und alle, die diese Focaccia gekostet haben sind es ebenso. Ein tolles Rezept und soo einfach!
Focaccia
Auf dem Post zur Focaccia ist auch ein toller Vergleich zwischen frischer und trockener Hefe. Das Fazit ist jedoch, dass beim fertig gebackenen Teig kaum Unterschiede zu sehen oder zu schmecken sind.

Mediterranes Menü

Letzte Woche war Familie zu Besuch. Für mich ein Grund mal so richtig schön aufzukochen. Da ich über diverse Geschmäcker nicht bescheid wusste, habe ich mir gedacht, mehrere Kleinigkeiten zu machen. An diesem Wochenende hat sich das erste mal der Sommer angekündigt, darum habe ich mich für die südländisch-mediterrane Richtung entschieden.

Tischdeko

Paradeiser-Bruschetta

Ob als Vorspeise oder leichtes Abendessen im Sommer - Bruschetta schmeckt immer.

Zutaten:
4 große Fleischparadeiser
1 Knoblauchzehe
2 EL Olivenöl
1 handvoll frischer Basilikum
Salz, Pfeffer

1 Knoblauchzehe

Spaghetti Carbonara

Ein italienischer Klassiker: Spaghetti Köhler Art. Wegen der Zutaten eher ein Gericht für alle, die auch so hart arbeiten wie ein Köhler. Hier folgt die original italienische Zubereitungsart. Es gibt auch ein Pseudo-Spaghetti Carbonara Rezept (mit Schlagobers, Schinken und Knoblauch) das dem österreichischen Gaumen im Normalfall ebenfalls zusagt. Das darf man aber vor echten, patriotischen Italienern nicht laut sagen... Hier ein Verfächter der originalen Carbonara-Version mit genauester Carbonara-Beschreibung.

Bärlauchpesto

Pesto sind im Grunde immer die gleichen Zutaten: Parmesan, Olivenöl, diverse Nüsse (Pinienkerne, Cashews, Walnüsse... und eine namens- und geschmacksgebende Komponente wie zum Beispiel Basilikum oder Bärlauch. Ich habe auch letztens von einem Pesto mit jungen Radieschenblättern gelesen, das habe ich allerdings noch nicht ausprobiert.


Ciabatta

Das Ciabatta-Rezept ist ähnlich dem Baguette-Rezept. Nur gelingt es fast noch leichter.

fertiges Ciabatta

Sonntag, 26. Februar 2012

Risotto mit gegrilltem Paprika

Nachdem ich letztens in einem Restaurant Rote-Rüben-Risotto kosten durfte, hat mich das Risotto-Fieber gepackt. Ich mag die Möglichkeiten und Variationen, die man mit diesem italienischen Reisgericht hat. Ob klassisch als Beilage zu kurzgebratenem Fleisch oder als Hauptspeise mit Gemüse, Meeresfrüchten, Fleisch oder Gewürzen verfeinert, Risotto ist wunderbar vielseitig.

Man verwendet am besten 2 Töpfe für die Risottozubereitung. Einen Topf in dem man die Suppe aufkocht und dann auf dem Herd sehr heiß, fast kochend hält. Einen Topf um das eigentliche Risotto zu kochen. Ich verwende einen beschichteten Topf in dem die Speisen nicht so schnell anbrennen. In den Topf mit der Suppe kommt ein Schöpflöffel, mit dem man immer wieder einen Schöpfer Suppe in das Risotto geben kann. Das Risotto am besten mit einem Holzlöffel mit Loch (eigentlich weiß ich nicht warum, wurde in der Schule aber so gelehrt) rühren. Für ein Risotto gilt grundsätzlich: Zwiebel (und Knoblauch) anbraten, Reis kurz mitbraten, einen Löffel Suppe zum Reis geben und so lange köcheln lassen bis die gesamte Flüssigkeit vom Reis aufgesogen ist. Dann erst den nächsten Löffel Suppe zugeben, dabei das Risotto ständig rühren.

Das fertige Risotto sollte cremig, der Reis aber noch bissfest sein, dann ist es perfekt. Über die exakte Konsistenz eines Risottos scheiden sich allerdings die Geister.
fertiges Risotto mit gegrilltem Paprika

Zutaten für 3-4 Personen als Beilage oder 1-2 Personen als Hauptspeise:
1 Schalotte oder eine kleine weiße Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 EL Butter
200 g Risottoreis
125 ml trockener Weißwein
700 - 750 ml Gemüsesuppe
25 g frisch geriebener Parmesan (bitte keinen fertig geriebenen...)
1 EL Butter (nach Geschmack)
2 rote oder gelbe Paprika

Quelle:
diverse Blogs, Kochbücher

Zubereitung:
Paprika halbieren und entkernen. Mit der Hautseite nach oben auf ein Backblech legen und ein bisschen andrücken, damit die Paprika möglichst eben und ohne Krümmung auf dem Blech liegen. Im Backrohr bei 230°C 15-20 Minuten bräunen lassen. Die Schale kann dabei ruhig schwarz werden, dann löst sie sich nachher besser. Paprika aus dem Rohr nehmen, in kaltem Wasser abschrecken und die Haut abziehen. Paprika in ca. 1x1 cm große Stücke schneiden und beiseite stellen.
Suppe in einem Topf erhitzen und heiß stellen. Schalotte in feine Würfel schneiden, Knoblauch hacken oder pressen. In 1 EL Butter bei mittlerer Hitze glasig schwitzen, nicht bräunen. Den Reis ca. 1 Minute mitrösten bis er glasig-glänzend ist. Mit Weißwein ablöschen und so lange rühren, bis die gesamten 125 ml verkocht sind. Danach einen Schöpfer Suppe zugeben und so lange rühren bis wieder die gesamte Flüssigkeit verkocht ist. Diesen Vorgang so lange wiederholen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Dann den geriebenen Parmesan, den gegrillten Paprika und eventuell 1 EL Butter hinzufügen - fertig.

Zutaten
gegrillter Paprika mit Haut
enthäuteter gegrillter Paprika

Zwiebel, Knoblauch und Reis werden glasig geröstet

Den Reis immer wieder mit wenig Flüssigkeit aufgießen

Variationen:
Klassisches Risotto (einfach Paprika weglassen)
Risotto mit Gewürzen: z.B.: Risotto milanese: Safran gleich zu Beginn ins Risotto mischen
Risotto mit Gemüse: Spinat, Kürbis, Zucchini, Tomaten, Schwammerl, Rote Rüben, Spargel, Erbsen... die Liste ist fast unendlich fortzuführen
Risotto mit Meeresfrüchten, klein geschnittenem Fleisch oder Fisch
Risotto nero: gefärbt und gewürzt mit Tintenfischtinte
Risotto rosso mit Rotwein und roten Zwiebeln

Mittwoch, 8. Februar 2012

Cantuccini

Zutaten für 6 Personen:
175 g ganze Mandeln
250 g Mehl
180 g Staubzucker
1 TL Backpulver
2 Pck. Vanillezucker
1/2 Fläschchen Bittermandelöl
25 g weiche Butter
2 Eier
1 Prise Salz

Quelle:
ehemaliger Arbeitskollege aus Italien

Zubereitung:
Mandeln in einer Pfanne trocken anrösten, nicht zu lange sonst werden sie bitter.
Alle Zutaten zu einem klebrigen Teig verkneten. Mit etwas kaltem Wasser zu einer Kugel formen, in Klarsichtfolie wickeln und für 30 Minuten kaltstellen.
Backrohr auf 200°C vorheizen 
25 cm lange Rolln formen, mit ca. 8 cm Abstand auf ein Backblech legen und bei 200°C 15 Minuten backen.
Die Canutccini-Rollen in 1 cm breite Scheiben schneiden und nochmal ca. 10 Minuten backen. Fertige Cantuccini sollten goldbraun und knusprig sein.

Passt gut zu:
Kaffee, einem guten Glas Wein, oder einfach zwischendurch knabbern